| Abschied von Bischof Fritz-René Müller |
|
|
| Dienstag, den 03. März 2009 um 10:10 Uhr | |||
|
Am Sonntag, 1. März verabschiedete sich die Christkatholische Kirche von Bischof Fritz-René Müller, der – wie es die Verfassung vorsieht – im 70. Altersjahr auf Ende Februar von seinem Amt zurückgetreten ist. Der Abschied wurde mit einem feierlichen Gottesdienst in der Berner St. Peter und Paul Kirche begangen, an dem hunderte Gläubige aus der ganzen Schweiz, Gäste aus den altkatholischen Kirchen aus ganz Europa, sowie Gäste aus der Ökumene, der Universität und der Berner Regierung teilnahmen. Bewegt nahm der aus seinem Amt scheidende Bischof die vielen Zeichen der Wertschätzung entgegen. Diese drückten nebst den vielen Gläubigen aus den Gemeinden auch seine Brüder im Bischofsamt aus der Utrechter Union der Altkatholischen Kirche aus Holland, Deutschland, Polen, Tschechien und Österreich aus, die zu diesem Anlass vollständig angereist waren. Der Kanton Bern war durch den Beauftragten für kirchliche Angelegenheiten, Herrn Hansruedi Spichiger vertreten, der im Grusswort beim anschliessenden Empfang dankende Worte für die gute Zusammenarbeit mit der Regierung fand. In seiner Predigt stellte Bischof Müller das kirchliche Leben, die Zusammenarbeit und die Verantwortung in der Kirche in Bezug zur Lesung über die Versuchung Jesu in der Wüste, die an diesem Fastensonntag Tageslesung war. Streben nach Besitz, Macht und Ansehen führten die Kirche in Versuchung, und behinderten ihre Aufgabe als verkündigende, für Menschen, Frieden und Gerechtigkeit einstehende Gemeinschaft. Bischof Müller mahnte die Kirche, diesen Versuchungen in der Wüste des Alltags zu widerstehen und so zur Wasserquelle für alle Menschen zu werden. Am Ende des Gottesdienstes übergab der scheidende Bischof seinen Stab – das Zeichen des Hirten - der Synodepräsidentin, Frau Manuela Petraglio-Bürgi. Mit dieser symbolischen Handlung wurde deutlich gemacht, dass das Bistum bis zur Konsekration eines neuen Bischofs verwaist ist.
Links
|