Rosenstolz-Konzert vom 16.5.2006 Drucken E-Mail
Donnerstag, den 25. Mai 2006 um 14:59 Uhr

RosenstolzEs war wirklich einmalig!

Selber kannte ich die Gruppe noch nicht so wirklich, aber mein Schatz schwärmte von ihnen und wir gingen dann am Dienstag 16.5. nach Zürich in die Maag Music Hall.

Hunderte von Fans jubelten den Songs der beiden zu und wir alle sangen zu den eingängigen Liedern.
Teils melancholisch, teils aufpeitschende Rhythmen - ein buntes Programm boten Anna und Peter ihrem Publikum. Ich war begeistert ab den Liedern und den beiden. Es hat wirklich sehr viel Spass gemacht.

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Der Blick schrieb übrigens folgendes:

Das Zürcher Publikum nahms wörtlich
«Rosenstolz» sangen: «Macht Liebe!»


ZÜRICH – Am Dienstag Abend war es in der Maag EventHall in Zürich siedend heiss. Rosenstolz standen auf der Bühne. Im Publikum: die Schweizer Schwulen- und Lesben-Szene. Viele Herren genossen den Abend mit «Standing Ovations».

Es knistert vor Erotik. Es brodelt vor purem Sex. Es kocht in der Maag EventHall. So dicht gedrängt, wie die Menschen in der proppenvollen «Sauna» der total verrauchten Konzerthalle stehen, fühlt man sich höchstens in einer Sardinenbüchse.

Dem Publikum kommt dieses Gedränge rund um die Riesenbühne gerade recht. Das deutsche Duo Rosenstolz singt von Liebe. Und die Konzertbesucher nehmen das wörtlich.

Die Stimmung ist schon vor dem ersten Ton schwülstig. In Gruppen, zu zweit und auch allein, betreten nur strahlende Menschen die Halle. Im Foyer verteilt die Aids-Hilfe Schweiz Kondome. Rosenstolz sind die Kultband der Homosexuellen überall dort, wo ihre deutschen Texte verstanden werden.

Und diese Texte kennt an diesem Abend jeder im Saal. Fast drei Stunden wird voll Rohr und voller Inbrunst mitgesungen. Für die Fans Genuss total.

Auch für die zwei lesbischen Frauen, die sich ungeniert intimste Zungenküsse geben. Oder für die zwei Jungs, die eng hintereinander etwa einen Meter von der Rückwand stehend ihre Leiber aneinander pressen, sich zu den Rhythmen wie in Ekstase bewegen. Auf die Hände der beiden in den unteren Tabuzonen schaut in diesem Gewühl keiner.

Viele sind mit sich und dem Nachbarn oder der Nachbarin beschäftigt. Zwei halten Händchen, Frauen streicheln Frauen, Männer lassen ihre Hände zärtlich über Männerkörper wandern. Man schmust, strahlt sich gegenseitig an, jubelt auf der Bühne Peter und Anna zu. Der Zauber von Rosenstolz eint alle.

Speziell Sängerin Anna Err gibt alles. Heizt die sonst schon schwüle Stimmung in der schneidend dicken Luft mit lasziven Posen an. Lässt sich von den Saxofon-Tönen erotisch umgarnen, gibt sich ihnen spielerisch hin – so wie sich einige im Publikum gehen lassen. Es herrscht ein Feuerwerk der Emotionen. Moral? Vielleicht morgen wieder ...

Blick online vom 18.5.2006  

 

 
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