Istanbul: Brille weg! (2.-7.9.2007) Drucken E-Mail
Samstag, den 08. September 2007 um 15:51 Uhr

EyeStar"Für eine Augen-Laser-Behandlung nach Istanbul? Seid ihr verrückt?"
Ab und zu erhielten wir diese Antwort auf unsere Information, dass Pädi und ich nach Istanbul fahren würden, um unsere Sehstärken korrigieren zu lassen. Einige waren skeptisch und andere warten auf unsere Erfahrungen. 

Wir beide haben schon längere Zeit eine Brille. In der Zeitschrift "Facts" lasen wir von dem Bericht über eine Firma "Eyestar" in Istanbul, welche jahrelange Erfahrungen in der Laserbehandlung der Augen besitze. Der Beitrag und auch andere positive Berichte, welche wir unter anderem auch in der Sendung "Puls" des Schweizer Fernsehen sahen, sprachen uns an.

Und nach der schriftlichen Kontaktaufnahme per E-Mail und professionellen Informationen (auf Deutsch!) stand für uns nichts mehr im Wege: Wir meldeten uns für eine Behandlung an.

Verkehrschaos auf den StrassenLos gings am Sonntag Nacht mit dem Abflug ab Basel nach Istanbul mit EasyJet. Der Flug verlief ruhig und wir kamen um 2 Uhr einigermassen ausgeruht in der Riesenstadt an. Abgeholt wurden wir dann von Arif, ein Angestellter der Firma, im komfortablen VIP-Fahrzeug. Er fuhr uns in unser Hotel "Elite", welches 2 Gehminuten von der Klinik entfernt lag. Hier legten wir uns erst mal etwas hin und genossen das Frühstück.

Exakter Voruntersuch
Um 13.30 Uhr hatten wir dann unseren Voruntersuchstermin. Schnell wurden die administrativen Dinge erledigt und anschliessend wurden unsere Augen professionell getestet: Hornhautdicke, Hornhauttopographie, Sehstärke, Pupillenweite etc.

Nach diesem Untersuch und der anschliessenden Beurteilung durch den Augenarzt bekamen wir Bescheid, dass die Behandlung für uns ein gutes Ergebnis werden würde.

Jetzt wird's ernst!
Nach einer kurzen Pause wurden wir dann in den Behandlungsraum im zweiten Stock geführt. Hier wurden meine Augen gewaschen, desinfiziert und für die Laserbehandlung vorbereitet.
Im Operationssaal legte ich mich auf die Liege unter den Laserapparat.

Ich erhielt die Order, immer einen grünen Punkt zu fixieren. Nun wurde das erste Auge betäubt und mit einer Lidsperre fixiert. Ein Ring wurde auf den Augapfel gelegt und mit einem Messer eine Hornhautlamelle präpariert. Anschliessend wurde die Hornhaut zurückgelegt und somit lag die Linse frei.
Nun kam der Laser zum Zug: Für ca. zehn Sekunden korrigierte dieser meine Linse für eine potimale Sehstärke. Nach dieser schmerzlosen Episode befeuchtete der Augenarzt die Linse, und legte die Hornhautlamelle wieder zurück. Sofort ist diese wieder fixiert. Nun kam das zweite Auge dran und das Prozedere wiederholte sich.

Es war sehr spannend, da ich einigermassen alles sah, es keine Schmerzen bereitete und so schnell vorbei war. Ich lag höchstens fünf Minuten unter dem Lasergerät!

Das Personal begleitete mich in einen dunklen Raum, wo ich meine Augen beruhigen konnte. Ich merkte, dass die Betäubung etwas nachliess. Ich genoss die Dunkelheit und die geschlossenen Augen. Ca. 5 Minuten später wurde ich in den Ruheraum geführt: Hier durfte ich mich in einem Sessel Platz nehmen und mich weiter entspannen.
Ich liess es mir natürlich nicht nehmen, im Raum herumzuschauen. Aber nun spürte ich die trockenen Augen und merkte, dass die Augen sehr lichtempfindlich sind. Schnell wieder schliessen!

Einige Zeit später wurden wir alle in den ersten Stock zur Nachkontrolle geführt. Auf dem Weg sah ich bereits alles sehr klar - aber ich wollte die Augen nicht lange offen halten wegen der Lichtempfindlichkeit.

Der Augenarzt kontrollierte nun meine Augen und war mit dem Ergebnis zufrieden.
Er tröpfelte je einen Tropfen eines Anästhesiemittels in die Augen und die Schmerzen waren sofort weg! Welch ein Erlebnis: Alles klar und scharf - ein wunderschönes Erlebnis! Cool
Nachdem Pädi und ich diese Kontrolle hinter uns gebracht hatten, durften wir zurück ins Hotel und uns ausruhen. Auf dem Weg genossen wir das neue Gefühl, ohne Brille alles scharf sehen zu dürfen.

Erholsamer Schlaf
Moscheen, soweit das Auge reichtNun mussten wir jede Stunde bis zum Schlafen gehen Augentropfen applizieren. Dadurch liess natürlich das Anästhesiemittel nach und wir merkten beide, dass wir am liebsten die Augen geschlossen haben. Aber wir liessen es uns nicht nehmen, noch ein kleines Abendessen einzunehmen. Danach gingen wir ins Zimmer. Schnell übermannte uns dann auch der Schlaf: Wir merkten, wie sich die ganze Anspannung legte und die Augen uns befahlen, schlafen zu gehen.

Am nächsten Morgen war alles tiptop! Wir hatten beide noch das Gefühl, wie wenn wir Sand in den Augen hätten, aber die Schmerzen waren verflogen. Wir freuten uns über das Ergebnis und genossen das Frühstück.

Nun bestellte uns der Arzt nochmals um 10 Uhr zu sich und kontrollierte nochmals das Ergebnis. Er und wir waren mit unseren Ergebnisssen super zu frieden. Er entliess uns und wir erkundigten die Stadt - ausgerüstet mit den Augentropfen und Sonnenbrillen. Regelmässig mussten wir nun Augentropfen in unsere Augen geben. Cool

Es ist ein super Lebensgefühl nach mehr als 20 Jahren ohne Brille oder Kontaktlinsen die Welt erkunden zu können!

Die Stadt mit neuen Augen sehen!
Wir besichtigten nun die Stadt. Erst mal war ein Spaziergang durch die Einkaufsstrasse zum Shopping angesagt. Nach einer Pause fuhren wir mit der Metro in ein grosses Einkaufszentrum.

Der nächste Tag war dann der Kultur gewidmet: "Blaue Moschee", Sultanspalast etc. standen auf dem Programm.
Der dritte und letzte Tag unseres Aufenthalts widmeten wir dem "Grossen Bazar". Hier wird Kitsch und jede Menge T-Shirts, Hosen etc. verkauft. Die riesige Halle ist unterteilt in viele Gässchen, in denen man sich wunderbar verlaufen konnte.
Nach ca. einer Stunde hatten wir aber genug vom Gedränge und gingen zurück auf eine Verkaufsstrasse, auf welcher Hosen, T-Shirts etc. von Händlern angeboten wurden. Hier feilschten wir um die Preise - was mir aber nicht so lag...  Aber ein Erlebnis war es trotzdem und mit T-Shirts und neuen Jeans verliessen wir dieses Viertel. Mit dem Bus fuhren wir zurück ins Hotel.

Bekanntes Bildnis Nun mussten wir packen, nahmen noch ein feines Nachtessen ein und wurden dann um 1 Uhr von "unserem Fahrer" abgeholt, welcher uns zum Flughafen fuhr.

Nach dem chaotischen Einchecken (Gedränge, viele Leute) und den Sicherheitschecks durften wir im Flugzeug Platz nehmen. Hier beobachteten wir die türkische Mentalität, wie Sitzplätze ausgesucht, getauscht und reserviert wurden. Auch das viele Handgepäck wurde (mir unverständlich wie) irgendwie verstaut...

Der Flug verlief angenehm und wir kamen planmässig morgens um 5.30 Uhr in Basel an.

Fazit
Wir würden es wieder machen und können die Firma "Eyestar" nur weiterempfehlen!
Die Kosten von €1090.- für die Laserbehandlung waren es mehr als wert!
Pädi und ich geniessen nun das neue Lebensgefühl ohne Sehhilfen!

Links

 

 
Template by Genesis Nova © 2008 | CSS 2.1 | XHTML 1.0